Die Berlinerinnen und Berliner haben Para-Schwimmerin Elena Semechin zur „Sportlerin des Jahres 2021“ und Wasserspringer Patrick Hausding zum „Sportler des Jahres 2021“ gewählt. Gleich zweimal jubeln die Fußballer des 1. FC Union Berlin. Sie sichern sich bei der 43. Auflage der beliebten Wahl der Hauptstadt-Medien den Titel „Mannschaft des Jahres 2021“, und Trainer Urs Fischer wurde zum „Trainer des Jahres 2021“ gekürt. 

Geehrt wurden die CHAMPIONS 2021 aufgrund der Corona-Pandemie nicht im Rahmen einer großen Gala, sondern in einem Digital-Format – zu sehen unter:

YouTube-Videolinks:

CHAMPIONS 2021 Gesamtfilm
Sportlerin des Jahres 2021
Sportler des Jahres 2021
Mannschaft des Jahres 2021
Trainer*innen des Jahres 2021
Junior*sportlerinnen des Jahres 2021 
Sonderpreis der Sportmetropole 2021

 

Elena Semechin: „Ein Auf und Ab – wie eine Achterbahnfahrt“

„2021 ist definitiv eines der aufregendsten Jahre in meinem ganzen Leben – und diese Auszeichnung ist meine Extra-Belohnung“, jubelt Elena Semechin (geborene Krawzow), die nach 2019 zum zweiten Mal zu Berlins Sportlerin des Jahres gewählt wurde. Die Para-Schwimmerin gewann Gold in Tokio, Anfang November musste ihr dann ein Tumor im Kopf entfernt werden. Zwei Tage vor der OP heiratete sie ihren Trainer Phillip Semechin. „Ich habe so viel erlebt in diesem Jahr, so viele verschiedene Gefühle! Ein Auf und Ab – wie eine Achterbahnfahrt“, erzählt die 28-Jährige. „Es ging los mit Tokio, da war ich auf Wolke sieben. Nach zehn Jahren harter Arbeit endlich Gold gewonnen zu haben, war einfach eine Befreiung. Danach hatte ich eine schöne Zeit, bin rumgereist, war happy – bis dann die Diagnose kam. Da bin ich von Wolke sieben auf den knallharten Boden aufgeschlagen.“ Und der Kampf gegen den Krebs geht weiter. Es folgen Bestrahlung und Chemotherapie.

Auf Initiative der Berliner Medien wurde Elena Semechin im Rahmen der Wahl zudem mit dem Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ausgezeichnet, der mit einer finanziellen Zuwendung der Spielbank Berlin in Höhe von 5.000 Euro verbunden ist. „Das ist eine große Unterstützung und Entlastung für mich. Vielen lieben Dank an alle, die das möglich gemacht haben.“

Bei der Wahl der Sportlerinnen des Jahres landet Wasserspringerin Lena Hentschel, die in Tokio Bronze gewann, auf Rang zwei vor Bogenschützin Lisa Unruh, die mit dem Team ebenfalls Olympia-Bronze holte.

 

Patrick Hausding feiert vierten CHAMPIONS-Titel: „Ein krönender Jahresabschluss“

Nach seinen Siegen 2010, 2017 und 2019 ist Patrick Hausding zum vierten Mal Berlins Sportler des Jahres. „Der Goldene Bär ist ein echter Lichtblick und ein krönender Jahresabschluss. Wir haben so viele herausragende Sportler in Berlin – eine Riesen-Ehre“, sagt „Mr. Wasserspringen“. Der 32-Jährige gewann bei seinen vierten und letzten Olympischen Spielen gemeinsam mit Lars Rüdiger Bronze vom 3-m-Brett und durfte bei der Eröffnungsfeier zudem die deutsche Fahne tragen. „Bei vier Olympischen Spielen mit drei Medaillen nach Hause zu gehen – da kann man nur sehr zufrieden sein“, bilanziert Patrick Hausding. „Wie jeder andere Sportler hätte ich mir in diesem Jahr natürlich gewünscht, mehr Wettkämpfe zu haben. Aber ich will mich nicht beschweren. Wir sehen gerade jetzt wieder, wie schwer es Menschen rund um den Globus haben und wie gegen das Virus gekämpft werden muss. Dass Olympia stattfinden konnte, war ein Riesending.“

Hinter Hausding belegen die Berliner Ruderer Olaf Roggensack und Martin Sauer, die Silber mit dem Deutschland-Achter gewannen, Rang zwei. Platz drei geht an den Kanuten Tim Hecker, der sich in Tokio im C2 Bronze sicherte.

 

„Super-Auszeichnung“ – 1. FC Union und Urs Fischer holen CHAMPIONS-Titel

Die beiden weiteren Goldenen Bären gehen nach Köpenick. Der 1. FC Union Berlin wurde von den Berlinerinnen und Berlinern vor Basketball-Meister Alba Berlin und Eishockey-Meister Eisbären Berlin zur Mannschaft des Jahres gewählt. „Super-Auszeichnung“, freut sich Union-Kapitän Christopher Trimmel. „Wenn man das ganze Jahr gut gearbeitet hat, dann ist das am Jahresende die absolute Bestätigung.“

Berlins Trainer des Jahres 2021 trainiert die Mannschaft des Jahres: Urs Fischer, seit 2018 erfolgreich bei den Köpenickern, gewinnt die Abstimmung vor Basketball-Ikone Aíto García Reneses, der ALBA Berlin zum Meistertitel und ins Pokalfinale führte, sowie Eisbären-Meistertrainer Serge Aubin. „Ich fühle mich geehrt, diese Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen“, sagt Urs Fischer. „Es bedarf aber auch eines funktionierenden Teams. Ohne die Unterstützung meines Teams wäre das nicht möglich gewesen.“

Besonderheit in diesem Jahr: Mit Elena Semechin, Patrick Hausding, Urs Fischer und Union Berlin triumphieren 2021 dieselben CHAMPIONS wie 2019. Dass ein Sieger-Quartett bereits in einem Vorjahr erfolgreich war, gab es bislang in der über 40-jährigen Geschichte der Wahl noch nie.

 

Sonderpreis der Sportmetropole für Bernd Wolfarth

Mit dem Sonderpreis der Sportmetropole zeichneten die Berliner Medien und CHAMPIONS-Organisatoren diesmal Prof. Dr. Bernd Wolfarth aus. Der Leiter der Sportmedizin der Charité Berlin und Leitendende Olympiaarzt des Deutschen Olympischen Sportbundes „ist seit Jahren ein wichtiger Partner des Berliner Sports“, heißt es in der Begründung. „Er leistet mit seinem Team seit Beginn der Pandemie wirklich Großartiges – ob bei der Behandlung von Sportlerinnen und Sportlern, die an COVID erkrankt sind, der Betreuung von Mannschaften und Veranstaltungen, bei der Erstellung und Umsetzung von Konzepten oder beim Testen von Spitzenteams und im Nachwuchssport. Bernd Wolfarth hat für alle ein offenes Ohr und ist ‚gefühlt‘ rund um die Uhr im Einsatz.“

 

Charline Schwarz, Mira Jeanne Maack, Lilly Stoephasius und Moritz Adam sind die Berliner „Juniorsportler*innen des Jahres 2021“

Freuen können sich auch vier Talente aus der Sportmetropole – sie sind Berlins Juniorsportler*innen des Jahres: Bogenschützin Charline Schwarz (20 Jahre), die gemeinsam mit Lisa Unruh und Michelle Kroppen sensationell Olympia-Bronze gewann; Para-Schwimmerin Mira Jeanne Maack (17), die in Tokio gleich dreimal den Sprung ins Finale schaffte; Skateboarderin Lilly Stoephasius (14), die jüngste Deutsche Olympia-Starterin verpasste in der Disziplin „Park“ als Neunte nur knapp das Finale; sowie Kanute Moritz Adam (22), U23-Weltmeister und -Europameister.

Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 vergeben.

Neben den Berlinerinnen und Berlinern hat wie in den Vorjahren eine Expertenjury (Sportchefs der Medienpartner, Vertreter*innen der Stadt, des Landessportbunds und des Olympiastützpunkts) die Berliner Sportler*innen des Jahres gewählt. Die Ergebnisse aus Publikumswahl und Expertenjury fließen zu jeweils 50 Prozent ins Endergebnis ein.