Der „Manfred von Richthofen Solidaritätspreis“ wird seit 2014 jährlich im Rahmen der CHAMPIONS-Gala verliehen. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis soll in Not geratenen Sportlern und Vereinen helfen und wird gestiftet von der Berliner Spielbank, an der Manfred von Richthofen seit ihrer Gründung 1975 beteiligt war.

Der Preis erinnert an den ehemaligen Hockeyspieler und großen Sportfunktionär Manfred von Richthofen. In allen Funktionen als Sportfunktionär – Präsident des Landessportbundes Berlin, Präsident des Deutschen Sportbundes oder als Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes – galt seine Aufmerksamkeit auch den Sportarten und Sportlern, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen. Besonders den Breitensport förderte er, wo er konnte. Dafür nutzte Manfred von Richthofen auch die Spielbank Berlin, zu deren Gründungsgesellschaftern er gehörte. Er sorgte immer dafür, dass beachtliche Teile des Erlöses in die Sportförderung flossen.

Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis 2018

Daniela Samulski

Am 22. Mai 2018 ist DANIELA SAMULSKI, verheiratete Schwienke, einem Krebsleiden erlegen. Im Alter von nur 33 Jahren. Sie hinterlässt einen Ehemann und einen Sohn. Die einstige Berliner Ausnahme-Athletin, die von Freunden „Mulle“ genannt wurde, war eine der erfolgreichsten deutschen Schwimmerinnen nach der Jahrtausend-Wende. Bei Europameisterschaften stand Daniela Samulski insgesamt sieben Mal auf dem Podest. Sie wurde 2006 und 2010 Staffel-Europameisterin und gewann 2009 bei der WM in Rom Silber über 50 Meter Rücken und mit der 4×100-Meter- Freistil-Staffel. 2009 schwamm sie sogar über 50 Meter Rücken in 27,39 Sekunden zum Weltrekord, die Bestmarke wurde jedoch drei Minuten später unterboten. Die Bestzeit ist indes noch immer der aktuelle Europarekord.

Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis 2017

Eduard Gutknecht

Am 18. November 2016 war Eduard Gutknecht, der in Potsdam an der Fachhochschule für Sport und Management studiert und in Berlin unter anderem unter Ulli Wegner trainiert hat, in London nach seinem Box-Kampf gegen George Groves in der Kabine zusammengebrochen. Die Ärzte stellten schwere Hirnverletzungen fest. Der im heutigen Kasachstan geborene Deutsche wurde ins künstliche Koma versetzt. Nach sechs Wochen Koma und neun Monaten Reha ist der ehemalige Profi-Boxer mittlerweile wieder zuhause. Doch auf Pflege wird er wohl sein Leben lang angewiesen sein.

Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis 2016

Andreas Toba

In der Mannschafts-Qualifikation bei Olympia in Rio hatte sich der deutsche Mehrkampfmeister Andreas Toba bei seiner Bodenübung einen Kreuzbandriss zugezogen. Doch trotz seiner Verletzung trat der damals 25-Jährige noch einmal an: Unter Schmerzen turnte er die Übung am Pauschenpferd – und erhielt die höchste Wertung im deutschen Quartett. Andreas Toba sicherte seinem Team so den Platz im Finale.

Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis 2015

Kira Grünberg

Die österreichische Stabhochspringerin Kira Grünberg ist nach einem im Juli 2015 erlittenen Trainingsunfall mit Bruch der Halswirbelsäule querschnittsgelähmt. Trotz dieser Tragödie ist Kira tapfer, eine Kämpferin und braucht für eine bestmögliche Rehabilitation Unterstützung.

Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis 2014

Elisa Chirino

Die Berliner Turnerin Elisa Chirino verlor im März 2014 beim Training im Rahmen des Schulsports beim Abgang vom Stufenbarren die Kontrolle. Sie stürzte unglücklich auf den Kopf. Elisa zog sich einen Bruch des vierten und fünften Halswirbels zu – Querschnittslähmung!